Wir öffnen Horizonte für die Kinder- und Jugendarbeit
Juhuu, heute gehen wir in die Kirche!
Juhuu, heute gehen wir in die Kirche!
24.09.2025 | Rubrik: Kids | 1.5 Minuten Lesezeit | Autor: Karin Burgherr
Meine Kinder gehen gerne mit mir zur Apotheke. Es hat da nämlich einen Fernseher und am Schluss gibt’s noch ein Traubenzückerli. Sie helfen auch gerne beim Entsorgen. Weil die «Entsorgungs-Frau‘ den Kindern Schleckzeug schenkt.  

Sie kommen auch gerne mit in die Dorfchäsi, weil sie da von der Verkäuferin ein «Chrömli/Guetzli‘ bekommen. Auch in die Landi kommen sie gerne mit, da es hier noch ein Sugus zu holen gibt. Schuhe kaufen ist auch kein Problem, weil es da Trickfilme zu sehen gibt.  

Was ist die Gemeinsamkeit von all dem? Die Kinder fühlen sich hier gesehen und wichtig. Man hat an sie gedacht, als man die Apotheke eingerichtet hat. Jemand hat sich überlegt, dass man die Kinder unterhalten muss, damit die Mutter stressfrei einkaufen kann. Kleine Kinder kann man gut prägen. So «schenkt‘ uns die Migros Playmobil mit dem Migros-Logo drauf. Der Coop will uns auch durch seine Prämien für gesammelte Punkte locken und schenkt uns Kinderregenschirme, Plüschtiere etc. So müssen wir unbedingt wieder kommen.

Muss man also die Kinder gewinnen, damit Eltern gerne wieder kommen? 

Unsere Gemeinden haben auch eine Kinderecke. Sogar mehrere Räume. Wir haben auch an sie gedacht, als wir das Gebäude gebaut haben. Wir stellen sogar jeden Sonntag ein Kinderprogramm auf die Beine für sie. Wir haben extra Personen, welche die Kleinsten betreuen. Damit können die Eltern stressfrei dem Gottesdienst folgen.

Die jungen Menschen (ich meine hier Kleinkinder, Kinder, Preteens, Teenies) müssen spüren, dass sie bei uns gesehen werden und wichtig sind. Sie sollen merken: Hier gibt es Menschen, die sich echt für mich interessieren. Es soll Platz haben, dass sie sich mit Gleichaltrigen anfreunden können und sie miteinander Spass haben. Und da sie am Sonntagmorgen mit in die Kirche kommen, wollen wir ihnen auch Gott und den Glauben lieb machen. Auch schon bei den den Kleinkindern möchten wir diesen Auftrag wahrnehmen.

Kinder lieben es, zu rätseln, zu spielen, sich zu bewegen, Geschichten zu hören, kreativ sein und zu erzählen. Preteens, welche schon alle bekannten Bibelgeschichten auswendig kennen, wollen nun tiefer bohren, Neues lernen, mithelfen, aber auch chillen und diskutieren.  
Teenies beginnen Verantwortung zu übernehmen, die Welt mitzugestalten, ihre Meinung zu sagen, dazuzugehören.  

Die Kirche soll nicht nur ein Ort sein, wo man Süsses bekommt. Wir wollen tiefgründiger prägen. Es soll ein Ort sein, an dem sie sich zu Hause fühlen, wo sie gesehen werden und wichtig sind. Ein Ort, wo sie Freundschaften entwickeln können und Spass haben. Ein Ort, wo sie mithelfen können. Ein Ort, wo man sich echt für sie interessiert und sie sich zu Hause fühlen. Ein Ort, wo sie Gott besser kennenlernen und ihn auch persönlich entdecken und erleben können.  

Das braucht ein bisschen mehr Zeit, aber ich denke wenn das gelingt, dann freuen sie sich schon auf den nächsten Sonntag.  Was denkst du?

Bild vom Host

Karin Burgherr

Bereich Kinder

Karin ist verheiratet, lebt im Aargau und ist Mutter von vier Kindern. Sie liebt es zu beobachten, wenn Kinder Glaubens- und Entwicklungs-Schritte machen. Mit Leidenschaft investiert sie sich in den Bereich Kinder bei Young Generation.
Juhuu, heute gehen wir in die Kirche!
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