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Lass die Teenies träumen!
Lass die Teenies träumen!
20.02.2026 | Rubrik: Gemeindebau | 2.5 Minuten Lesezeit | Autor: Nadine Hartmann
Was sind deine Träume für deine Kirche? Fiese Frage habe ich nicht den Erwachsenen gestellt, sondern fünfzehn Preteens und Teenies. Was dabei herauskam, war höchst spannend.

Seit einigen Jahren beschäftigt uns als Lokalkirche der Generationen-Transfer, weil unsere junge Generation stark gewachsen ist. Aktuell ist rund ein Drittel aller Menschen in unserer Kirche unter 20 Jahre alt. Das ist ein grosses Geschenk!

Doch was benötigen junge Menschen, um stark im Glauben verankert zu sein?

Die Heart of God Church (HOGC) in Singapur hat uns diesbezüglich sehr inspiriert. Als Gemeindeleitung lesen wir das Buch GenerationEN und unsere Pastorenfamilie war letzten Sommer an deren Pastorenkonferenz in Singapur. Uns begeistert, welchen Stellenwert die junge Generation in der HOGC hat. Die Kirche ist das geistliche Zuhause der Teenies und man ist gemeinsam jüngerschaftlich unterwegs. Dabei hat es uns beeindruckt, mit welcher Freude und welchem Mut die jungen Leute da ihren Freunden die gute Nachricht erzählen und sie in ihr geistliches Zuhause einladen. Damit Kirche ein Zuhause wird, müssen sich junge Menschen damit identifizieren können und mitgestalten dürfen. Genau das geschieht in der HOGC.

Auch wir durften hier schon einige Schritte tun. Ein Faktor aber, den ich bis anhin in der Kinder- und Jugendarbeit wenig beachtet habe, ist, mit ihnen über ihre Träume für unsere Kirche zu sprechen. Genau davon ist auch im Buch GenerationEN die Rede: Welche Träume hast du für deine Kirche – und welche Träume hast du persönlich?

Das hat uns motiviert, auch mit unseren Preteens und Teenies über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Ich möchte dir einen exklusiven Einblick geben, wovon die 10–15-Jährigen meiner Kirche träumen:

  • Ein Essensstand mit Älplermagronen und Döner
  • Ein grosser Fernseher und ein Lord of the Rings-Marathon
  • Ein Konzert der O’Bros oder ein Projekt mit den Real Life Guys
  • Ein gutes Miteinander, in dem sich niemand ausgeschlossen fühlt
  • Eine Achterbahn rund um unser Gebäude
  • Eine Neugestaltung unseres Jugendraums mit einem grossen Bällelibad oder sogar einem Kletterpark
  • Musikräume, in denen man selbst Musik machen kann
  • Dass viele neue Leute in unsere Kirche kommen (wurde mehrmals erwähnt)

Wisst ihr, welcher Traum sich bereits wenige Wochen nach der Umfrage erfüllt hat? Tatsächlich der Dönerladen: Im Nachbargebäude unserer Kirche wird ein solches Restaurant eröffnet. Gott hat wirklich Humor – die Teenies haben nicht schlecht gestaunt!

Doch zurück zu diesem Sonntag, an dem wir über die Träume gesprochen haben. Ob realistischer oder utopischer Wunsch – ihr hättet dabei sein sollen. Die Stimmung war grossartig. Die Teenies konnten kaum aufhören, von ihren Träumen zu erzählen und sie in ihrer ganzen Fantasie auszumalen. Es war fantastisch!

Wir haben noch eine zweite Frage gestellt: Wie muss unsere Kirche aussehen, damit du deine Freunde einlädst? Auch hier gab es einige lustige Antworten. Was mich jedoch besonders erstaunt hat, war, dass einige sagten, sie würden gar nichts an unserer Kirche ändern, damit sie sich trauen würden, ihre Freunde einzuladen.

Sie erzählten, dass teilweise ihre Freunde bereits in ihrer Kirche sind. Andere erzählten, dass sie ihre Freunde aus der Schule auch schon eingeladen hätten, diese aber kein Interesse an der Kirche hätten. Ich habe sie ermutigt, im Gebet dranzubleiben. Als Zeugnis erzählte ich eine Geschichte aus dem GenerationEN-Buch: Jugendliche aus Singapur trafen sich dort jeden Morgen vor der Schule, liefen gemeinsam um ihr Schulhaus und beteten gezielt für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Das hat sie sehr beeindruckt.

Zum Schluss wollte ich die Anwesenden noch herausfordern. Der Sohn unseres Pastors war letzten Sommer ebenfalls in der Heart of God Church und erzählte, was dies für ein Ort ist: was die junge Generation dort erlebt, wie freundlich sie miteinander umgeht, wie gross die Kirche ist und wie viele ihre Freunde mitbringen.
Unsere Teenies waren begeistert und man merkte deutlich: Das wollen wir auch. Dieser Morgen hat mir gezeigt: Es lohnt sich, mit unserer jungen Generation zu träumen!

Ein Zitat aus dem Buch GenerationEN, das mich persönlich herausfordert, aber auch motiviert, an der in der Kinder- und Jugendarbeit dranzubleiben, möchte ich dir zum Schluss mitgeben: «Wenn du die junge Generation jetzt nicht für Christus begeisterst, wird etwas anderes sie begeistern.»

Über Träume zu sprechen, kann Begeisterung bei den jungen Leuten auslösen und deshalb möchte ich dich ermutigen: Träumt gemeinsam – denn was sie begeistert, davon wollen sie mehr.

Bild vom Host

Nadine Hartmann

Bereich Teenie

Nadine ist verheiratet und lebt in Beinwil am See. Sie ist Sozialpädagogin und arbeitet zum einem im Team Young Generation mit Schwerpunkt Teenagerarbeit mit und zum anderen als Kinder- und Jugendarbeiterin in der Fabrik Chile Beinwil am See. Sie liebt es die Entwicklung eines Kindes zu beobachten, besonders die ihrer „Gottikinder".
Lass die Teenies träumen!
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