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Das MiKi-Kind braucht Sicherheit
Das MiKi-Kind braucht Sicherheit

Dieser Mann gibt dem kleinen Jungen die Hand, damit er sich sicher fühlt und nicht herunterfällt. Vielleicht ist es sein Vater, der mit ihm an einem Sonntagmorgen zur Kirche spaziert. So wie Eltern tagtäglich ihre Kinder vor Gefahren beschützen, so beschützt uns auch Gott. Für Väter und Mütter ist es sehr tröstend zu wissen, dass sie nicht alleine für das Leben ihrer Kinder zuständig sind. Gott ist immer mit dabei.

Im Kleinkinder-Programm am Sonntagmorgen vertrauen die Eltern euch Mitarbeitenden für etwa anderhalb Stunden ihre Kinder an, damit ihr sie beschützt. Das ist eine Vertrauenssache, die am Anfang aufgebaut werden muss.

Für Kinder ist es wichtig, dass sie sich in eurem MiKi-Raum sicher und wohl fühlen. Ist der Raum lieblich und kleinkindergerecht eingerichtet, so dass sie gerne kommen? Sind die Kinder mit den Mitarbeitenden vertraut? Meistens sind da am Sonntagmorgen immer wieder andere Personen anzutreffen. Das macht es für Kinder am Anfang etwas schwierig sich von den Eltern zu lösen.

Jetzt musst du Vollgas geben, um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen.Jetzt musst du Vollgas geben, um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Aber Vertrauen muss man auch geschenkt bekommen, wenns dann mal nicht klappt, dann ist es für das Kind besser, nochmals bei den Eltern zu verweilen. Oder wenn ein Elternteil noch ein paar Minuten dabei bleibt, bis das Kind sich an die MiKi-Person gewöhnt hat und sich sicher fühlt.

Meinen Kindern hilft es, wenn eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter aktiv auf sie zukommt, auf Augenhöhe geht, sie anlächelt, ihnen «Hallo» sagt und ihm zeigt, was es spielen kann. Das gibt ihm Sicherheit.

Es hilft meinem Kind, wenn ich ihm als Mutter vorher erkläre, dass es nun ins MiKi gehen darf und ich zu den Erwachsenen gehe. Und dass ich dann wieder komme, um es abzuholen. Es hilft ihm, wenn es das schon ein paar Mal zuverlässig erlebt hat: dass MiKi schön ist, Spass macht und ich dann auch wirklich nach dem Gottesdienst bald wieder komme. Wenn das Kind dann weint, weil ich gehe, hilft es mir, wenn jemand selbstsicher und liebevoll mein Kind an der Hand oder auf den Arm nimmt und es ablenkt, dann ist es nach einer Minute auch schon wieder gut.

Was Kindern auch hilft ist, wenn es schon Spielsachen sieht, wo es spielen kann. Die offene Lego-Kiste, ein Puzzle, etwas zum ausmalen, ein gemütlicher Ecken mit Büchern, Puppen etc.

Auch Rituale geben Sicherheit. Wenn ihr jedes Mal dasselbe Plüschtier oder Handpuppe nehmt zur Begrüssung, wenn ihr zusammen eine Geschichte im Kreis anhört und immer dieselben Kissen benutzt, wenn es immer beim selben Lied weiss, dass nun die Aufräumzeit beginnt.

Das Kind soll auch wissen, wo seine Grenzen sind im Umgang mit den Mitarbeitenden und mit den anderen Kindern.

Und zur Sicherheit gehört auch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult werden in der Prävention vor sexueller Ausbeutung.

Bild vom Host

Karin Burgherr

Bereich Kinder

Karin ist verheiratet, lebt im Aargau und ist Mutter von vier Kindern. Sie liebt es zu beobachten, wenn Kinder Glaubens- und Entwicklungs-Schritte machen. Mit Leidenschaft investiert sie sich in den Bereich Kinder bei Young Generation.
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